Integrale Kieferorthopädie

Körper, seele und geist

Die Beziehung der Kieferorthopädie zur HNO

Auf den kausalen Zusammenhang zwischen Mundatmung und Kiefer- und Gebissanomalien wird vielfach hingewiesen. Die Mundatmung ist ein Begleitsymptom vieler Anomalien (Unregelmäßigkeiten) und ihre Ursachen sind sehr vielseitig.

 

Der Kieferorthopäde sollte im Rahmen der Erhebung diagnostischer Unterlagen abklären, ob es sich um eine habituelle oder eine anatomisch bzw. pathologisch bedingte Mundatmung handelt. So bedingen zum Beispiel vergrößerte Tonsillen (Mandeln) für den Zungenkörper einen verkleinerten Mundraum und die Zunge wird infolge anterior (“nach vorne”) gegen die Zähne gedrückt.

 

Ursachen einer nasooralen Atmung können Allergien, Veränderungen der Nasenscheidewand, vergrößerte Nasenmuscheln und Hypertrophie der Nasenschleimhaut sein.

 

Nebeneffekte einer Mundatmung können ein inkompetenter (fehlender) Mundschluss durch deutliche Verringerung des Lippen- und Zungentones sein, mit tiefer bzw. interdentaler (zwischen den Zähnen) Zungenruhelage. Dies bedingt wiederum eine Verminderung der Atemintensität und eine Veränderung des Atemrhythmus mit all seinen Folgeerscheinungen, wie zum Beispiel die ungenügende Stimulation der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und der damit möglicherweise nicht optimalen Ausschöpfung von Entwicklungspotentialen. Auch kommt es zur Einschränkung (Verkleinerung) des Nasopharyngealraumes, was Schnarchen bedingen kann. Es kann zu vermehrten Mittelohrfunktionsstörungen kommen, was zu einer Schwerhörigkeit führen kann.